Für die zweite und dritte Aufführung von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium, Kantaten I-III, mit dem Dresdner Kreuzchor in der Kreuzkirche musste der Bassist Andreas Wolf nach dem ersten Abend seine weitere Mitwirkung leider krankheitsbedingt absagen. Für ihn übernimmt dankenswerterweise kurzfristig Henryk Böhm und ergänzt somit das Solistenensemble mit Griet de Geyter (Sopran), Sophie Harmsen (Alt) und Patrick Grahl (Tenor). Es spielt die Dresdner Philharmonie unter der Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann. Beide Konzerte sind bereits seit Wochen ausverkauft.
Der Bariton Henryk Böhm begann seine musikalische Laufbahn im Dresdner Kreuzchor. Er studierte an der Hochschule für Musik in Dresden und ist 1. Preisträger des Robert-Schumann-Wettbewerbs, Zwickau und 2. Preisträger des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin. Als regelmäßiger Gast an Opernhäuser unter anderem in Köln, Leipzig, Hannover, Braunschweig und Essen war er in Partien wie Papageno, Conte Almaviva, Figaro, Don Giovanni und Onègin zu erleben. Daneben widmet Henryk Böhm sich einer umfangreichen Konzerttätigkeit und tritt bei bedeutenden Festivals auf, darunter die Salzburger Festspiele, die Dresdner Musikfestspiele, das Rheingau Musik Festival und das Bachfest Leipzig. Er ist Mitbegründer der Liedreihe „Das Lied in Dresden“. Seit 2013 lehrt er als Professor für Gesang an der Musikhochschule Hannover.
Mit dem Dresdner Kreuzchor war Henryk Böhm in diesem Jahr bereits in der Ostervesper im April zu erleben; am 10. Januar 2026 wird er zudem in den Kantaten IV-VI von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium in der Kreuzkirche zu hören sein: » zum Konzert.