VERBUNDEN: Dresdner Kreuzchor stellt seine Saison 2025/2026 vor

Unter das Motto „verbunden“ stellt der Dresdner Kreuzchor seine Saison 2025/2026, die heute veröffentlicht wurde. Der Schwerpunkt auf Netzwerke und Partnerschaften wird auch im Programm deutlich, das den Barockkomponisten Andreas Hammerschmidt und die Weiterführung der Werke komponierender Kreuzkantoren umfasst. Als Höhepunkt der Saison setzt Kreuzkantor Martin Lehmann Bachs h-Moll-Messe mit dem Dresdner Festspielorchester der Dresdner Musikfestspiele, die eine neue Klangerfahrung verspricht. „Der Kreuzchor pflegt mit dem Programm in der Konzertsaison 2025/2026 das vielfältige kirchenmusikalische Erbe unserer Region und vermittelt es neu interpretiert in unsere Zeit. Die Nachwuchsarbeit und das Schülerkonzert sind ein unverzichtbarer Beitrag in der kulturellen Bildung“, so Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.

Gedenkkonzert mit h-Moll-Messe
Es ist eines der anspruchsvollsten Werke der Chorliteratur: Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe ist Beweis seiner ganzen Erfahrung, Meisterschaft und Klangvorstellung, die er zu einem groß angelegten musikalischen Vermächtnis verbunden hat. Zuletzt vor zehn Jahren mit dem Dresdner Kreuzchor zu erleben, konnte für die Aufführung am 07.02. erstmals das Dresdner Festspielorchester der Dresdner Musikfestspiele als künstlerischer Partner gewonnen werden, das sich auch über die Stadtgrenzen hinaus als Spezialensemble für historische Aufführungspraxis profiliert hat. Kreuzkantor Martin Lehmann betont: „In Bachs h-Moll-Messe verbinden sich die Superlative. Sie ist Bachs Opus magnum, in dem das Orchester eine eigenständige, tragende Rolle spielt. Mit kunstvollen Fugen, dichter Kontrapunktik und mehrchörigen Passagen zählt sie gerade für einen Knabenchor zu den größten Herausforderungen. Ich freue mich sehr, dieses Werk gemeinsam mit dem Dresdner Festspielorchester neu zu interpretieren.“
Konzerte in Dresden

Die weiteren Programme in Dresden verbinden Bekanntes mit neuen Hörerfahrungen: Neben Johannes Brahms‘ „Ein deutsches Requiem“ mit Valentina Farcas und Sebastian Wartig sowie Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium im Dezember und Januar erklingt in der Karwoche wieder die Matthäuspassion. Nach dem Erfolg der Johannespassion 2025 sollen beide Werke künftig im jährlichen Wechsel aufgeführt werden.

Zum Saisonende kehrt der Kreuzchor am 19.06. zudem mit einem neuen Konzertprogramm in den Kulturpalast zurück. Nach großformatigen chorsinfonischen Werken setzt Martin Lehmann diesmal bewusst auf einen kammermusikalischen Rahmen: A-cappella-Stücke und Kompositionen mit Basso continuo zeigen die stilistische Bandbreite. Der Einsatz der Glasharmonika schafft im Zusammenspiel mit den Stimmen der Kruzianer einen besonderen Klang.

Zum vierten Mal ist der Kreuzchor am ersten Adventswochenende zu Gast beim Adventskonzert des ZDF aus der Dresdner Frauenkirche. Von der Empore präsentiert der Chor vorweihnachtliche A-cappella-Werke für ein bundesweites Publikum.

Hammerschmidt und Homilius in den Vesper-Programmen
Bereits zum vierten Mal vergibt der Kreuzchor Kompositionsaufträge für die Introiten der Kreuzchorvespern an eine zeitgenössische Komponistin. Nach Wilfried Krätzschmar, Agnes Ponizil und zuletzt Jan Arvid Prée erweitert Martin Lehmann die Reihe um eine neue Klangsprache: Die litauische Komponistin Diana Čemerytė, die in der Nähe von Frankfurt am Main lebt und für ihre Vokalwerke mehrfach ausgezeichnet wurde, schreibt insgesamt sechs Neukompositionen für die musikalischen Andachten in der Kreuzkirche.

Ein Schwerpunkt liegt auf Werken des Barockkomponisten Andreas Hammerschmidt, dessen Todestag sich im Oktober zum 350. Mal jährt. Hammerschmidt wirkte in Zittau, sein Œuvre umfasst zahlreiche Kantaten, Motetten und weitere Vokalwerke. Über Heinrich Schütz war er auch mit Dresden verbunden. In den Kreuzchorvespern werden vor allem Neuentdeckungen und Erstaufführungen zu hören sein. Außerdem gestaltet der Kreuzchor ein Gastkonzert im Rahmen der Hammerschmidt-Ehrung 2025 am 31.10. in der Johanniskirche Zittau gestalten.

Zum Auftakt des Osterfestes erklingt in der Kreuzchorvesper am Karsamstag Gottfried August Homilius’ Oratorium auf Ostern „Frohlocket und preiset den herrschenden Sieger“. Das Werk des ehemaligen Kreuzkantors war zuletzt 2014 mit dem Kreuzchor zu hören. Die Kreuzchorvesper am 13.09. ist dem ehemaligen Kruzianer Peter Schreier gewidmet, der im Juli seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte.

Kooperationskonzerte
Ein Schwerpunkt der neuen Kreuzchor-Saison liegt auf der Zusammenarbeit mit zahlreichen Partnern. Zum Auftakt der Saison bringt der Dresdner Kreuzchor erneut den Konzertplatz Weißer Hirsch zum Klingen. Das Waldkonzert „Ab in die Heide“ am 14.09. bietet dabei zahlreichen Umweltinitiativen eine Bühne. Neu dabei ist das Umweltzentrum Dresden mit dem Projekt „BienenBrückenBauen“. – Am 24.10. stehen in der Kreuzkirche Kantaten von Felix Mendelssohn Bartholdy neben Werken von Antonín Dvořák auf dem Programm – ein Gemeinschaftskonzert des Kreuzchors mit dem Felix Mendelssohn Jugendorchester aus Hamburg und Friedrich Thiele als Solist. – Im Verbund mit zahlreichen Ensembles, Chören und Stars lädt der Kreuzchor am 18.12. erneut zum Großen Adventskonzert ins Rudolf-Harbig-Stadion. – In bewährter Tradition findet am 24.04. in der Kreuzkirche das Benefizkonzert für krebskranke Kinder zugunsten von Sonnenstrahl e. V. statt, realisiert gemeinsam mit dem Jungen Sinfonieorchester Dresden am Sächsischen Landesgymnasium für Musik. – In der Pfingstvesper am 23.05. wird die Kooperation mit der Dresdner Hochschule für Musik Carl Maria von Weber fortgeführt.

Tourneen, Nachwuchstag, Schulkonzert
Als Institution der Landeshauptstadt ist der Kreuzchor auch in der neuen Saison als musikalischer Botschafter außerhalb Dresdens zu erleben. Eine „Heimattournee“ führt die Kruzianer und Kreuzkantor Martin Lehmann von Herbst bis Sommer verstärkt in Städte und Orte im sächsischen Umland, darunter nach Olbernhau, Pirna, Strehla, Chemnitz, Zittau, Lößnitz und auf die Felsenbühne Rathen. Sven Helbigs erst im vergangenen Februar uraufgeführtes „Requiem A“ präsentiert der Kreuzchor am 04.10. in London – gemeinsam mit dem Trinity Boys Choir, dem Poznan Boys Choir, La Maîtrise de Garçons de Colmar und dem London Contemporary Orchestra unter der Leitung von Martin Lehmann. Anfang Dezember folgt traditionell aller zwei Jahre Bachs Weihnachtsoratorium mit dem Konzerthausorchester in Berlin.

Zum Beginn des neuen Schuljahres begrüßt der Kreuzchor 24 Kruzianer in der vierten Klasse, die die Aufnahmeprüfung erfolgreich bestanden haben. Der traditionelle Nachwuchstag im Evangelischen Kreuzgymnasium findet am 28.02. statt. Darüber hinaus können Schülerinnen und Schüler den Kreuzchor auch in einem Schulkonzert der Kreuzkirche am 22.05. erleben.

Alle Termine der Saison 2025/2026 finden Sie in unserem Konzertkalender.