Dresdner Kreuzchor erinnert am 12.09. in Kreuzchorvesper an Theo Adam

Elisabeth Wilke und Enkel Florian Hartfiel würdigen das Wirken des ehemaligen Kruzianers

In einer besonderen Vesper am 12. September 2026 erinnert der Dresdner Kreuzchor an den ehemaligen Kruzianer und weltbekannten Sänger Theo Adam. Der Bassbariton lebte und lernte von 1937 bis 1944 im Dresdner Kreuzchor. „Im Dresdner Kreuzchor wurde – trotz des Zweiten Weltkrieges – das Fundament für seine spätere internationale Karriere als Sänger gelegt. Bis zu seinem Tod im Jahr 2019 blieb er Dresden und dem Kreuzchor verbunden, indem er hier lebte und wirkte. Er war künstlerisches Vorbild für viele nachwachsende Sänger und Solisten, weshalb wir anlässlich des 100. Geburtstag von Theo Adam in der Kreuzchorvesper an ihn erinnern“, sagt Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch.

Ob an den Staatsopern in Berlin, Wien und Dresden, ob bei den Salzburger Festspielen oder den Bayreuther Festspielen: Theo Adam prägte den Opernbetrieb über Jahrzehnte und sang die großen Partien seines Fachs. Doch auch später suchte er, gemeinsam mit dem ihm freundschaftlich verbundenen Peter Schreier, immer wieder den Weg zurück zu Bach. Als Oratoriensänger entstanden so legendäre Aufnahmen, auch mit dem Dresdner Kreuzchor und der Dresdner Philharmonie. „Im Dresdner Kreuzchor lernte Theo Adam nicht nur den Umgang mit seiner Stimme und wichtige musikalische Grundlagen. Auch das Repertoire des Chores prägte ihn und ließ ihn immer wieder zum Lied- und Oratoriengesang zurückkehren“, so Kreuzkantor Martin Lehmann.

Für die Altistin Elisabeth Wilke beeindruckte er vor allem durch seine „vokale Präsenz“ und „seine außergewöhnliche Intensität als Sängerdarsteller, der geistig und emotional jede Silbe durchdrang“. Sie selbst wird in der Kreuzchorvesper an Theo Adam erinnern. Darüber hinaus wird Florian Hartfiel, Enkel von Theo Adam und selbst Musiker, Erinnerungen an seinen Großvater beisteuern. Im Zentrum der Vesper steht die Bach-Kantate „Warum betrübst du dich, mein Herz“ BWV 138, die von Kruzianer-Solisten sowie dem Tenor Taras Semenov, dem Bass Henryk Böhm, dem Dresdner Kreuzchor und dem Philharmonischen Kammerorchester Dresden aufgeführt wird.