Bachs Weihnachtsoratorium zum Jahresanfang: Kantaten IV–VI am 10.01. in der Kreuzkirche

Dresdner Kreuzchor und Dresdner Philharmonie mit Kantaten für Neujahr bis Epiphanias

Der Dresdner Kreuzchor eröffnet das Konzertjahr in der Kreuzkirche mit dem zweiten Teil von Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium. Am Samstag, dem 10. Januar 2026, erklingen die Kantaten IV bis VI, die Bach für die Zeit zwischen Neujahr und Dreikönigstag komponierte. Gemeinsam mit der Dresdner Philharmonie musizieren die Kruzianer unter der Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann. Als Solistinnen und Solisten wirken Joanne Lunn (Sopran), Britta Schwarz (Alt), Michael Mogl (Tenor) und Henryk Böhm (Bass) mit.

„Ehre sei dir, Gott, gesungen“ – mit einem glänzenden Eingangschor eröffnet Johann Sebastian Bach die vierte Kantate seines Weihnachtsoratoriums und markiert damit den Übergang vom Weihnachtsfest in die Zeit des neuen Jahres. In der thematischen Abfolge erhält der neugeborene Heiland seinen Namen, klanglich geprägt durch den erstmaligen Einsatz der Hörner in F-Dur. Der Besuch der Weisen aus dem Morgenland zur Anbetung Jesu widmete Bach die Kantaten V und VI. Letztere bildet mit ihrer festlichen Instrumentierung den Rahmen zum Beginn des Weihnachtsoratoriums. Sind die ersten drei Kantaten der dramatischen Zuspitzung auf das Weihnachtswunder gewidmet, so tragen die Kantaten IV bis VI eher reflektierenden Charakter. Entsprechend stehen sie heute seltener auf den Konzertprogrammen.

Die Aufführung wird von hervorragenden Solistinnen und Solisten begleitet. Die britische Sopranistin Joanne Lunn hat sich vor allem in der Alte-Musik-Szene einen Namen gemacht und arbeitete unter anderem mit dem Bach Collegium Japan, dem Monteverdi Choir unter Sir John Eliot Gardiner sowie mit dem Thomanerchor und Gewandhausorchester Leipzig. Britta Schwarz war zunächst Mitglied im Opernstudio der Semperoper Dresden, bevor sie mit renommierten Ensembles wie dem Concertgebouworkest Amsterdam, dem Freiburger Barockensemble oder der Akademie für Alte Musik Berlin konzertierte. Sie leitet den Interpretationskurs für Oratorium an der Dresdner Musikhochschule und ist Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Der Tenor Michael Mogl erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Neben einem breit gefächerten Oratorienrepertoire widmet er sich inzwischen intensiv dem Liedgesang sowie thematischen Soloprogrammen. Henryk Böhm ist Mitbegründer der Liedreihe „Das Lied in Dresden“ und lehrt seit 2013 als Professor für Gesang an der Musikhochschule Hannover. Bereits im Dezember 2025 übernahm er kurzfristig die Basspartie in den Kantaten I–III des Weihnachtsoratoriums mit dem Dresdner Kreuzchor.