Kreuzkantor zur Besetzungsänderung auf Sommertournee

Nach den Diskussionen der letzten Tage um den Ausschluss von fünf Kruzianern der Klasse 12 von der derzeit stattfindenden Sommertournee des Dresdner Kreuzchores hat sich Kreuzkantor Roderich Kreile heute nochmals zur Faktenlage geäußert:

»Der Dresdner Kreuzchor ist seiner christlichen Tradition und den daraus abgeleiteten Werten verpflichtet. Tugenden wie Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen sind Erziehungsziele und gleichzeitig Basis unseres Tuns. Die Abiturienten sollten nach neun Jahren im Dresdner Kreuzchor Garanten dieser Ideale sein, da sie ja auch eine starke Vorbildwirkung für die Jüngeren im Chor haben. Bis vor kurzer Zeit hätte ich in dieser Hinsicht für die meisten Kruzianer aus Klasse 12 meine Hand ins Feuer gelegt.

Schon im Vorfeld der nun behandelten Ereignisse gab es allerdings Unregelmäßigkeiten, die zu einigen Gesprächen Anlass gaben.

Durch das Agieren der fünf Kruzianer, die sich einige Tage unter Falschangaben für eine private Fahrt ohne schulische Verpflichtung absentiert haben, aber auch durch das Vertuschen dieser Handlungsweise durch die Daheimgebliebenen der Klasse 12 wurde unsere Vertrauensbasis nachhaltig zerstört. Wohlgemerkt: hier wurde die Axt an die Fundamente der inneren Setzung des Kreuzchores gelegt. Auch im Blick auf die erwähnte Vorbildfunktion der Klasse 12 musste gehandelt werden. Jeder Kruzianer hat eine Verantwortung gegenüber dem Publikum, gegenüber dem Chor als Institution, aber auch gegenüber seinen Mitsängern, die ihre Verpflichtungen ernst nehmen.

In mehreren Runden in der Chorleitung wurde intensiv diskutiert, es wurden Maßnahmen geprüft und eine Konsequenz gezogen, die signalisieren soll, dass wir uns nicht in eine Beliebigkeit der Verhaltensnormen begeben dürfen. Ich bin auch dankbar für die Beratung mit der Schulleitung des evangelischen Kreuzgymnasiums, wo wir Einmütigkeit feststellen konnten.

Zur Frage der Solidarisierung der nicht ausgeschlossenen Kruzianer ist zu sagen, dass es klare Verträge gibt zwischen der Landeshauptstadt Dresden und den Eltern der Kruzianer über die Mitwirkung bei Veranstaltungen und Proben des Kreuzchores. Diese sind einseitig gebrochen worden.«

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Dresdner Kreuzchor
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